Ausbaustufe 2018-neu

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In der Ausbaustufe 2018-neu werden durch den gezielten Ausbau der Schienenstrecken viele Verbesserungen für die Nutzer erreicht. Auf allen Abschnitten wird der Takt, vor allem in den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags sowie am Wochenende ausgeweitet. Damit wird das Bedienungsangebot verbessert. Auch sollen alle Strecken elektrisch betrieben werden. Um dies zu ermöglichen, ist der Neubau von Oberleitungen an den jeweiligen Strecken notwendig. Die Elektrifizierung ist Voraussetzung, um die Ressourcen flexibler, gezielter und wirtschaftlicher einsetzen zu können. Die elektrisch angetriebenen Eisenbahnfahrzeuge, die künftig in der Region verkehren sollen, können in vielen Fällen in der Länge variabler eingesetzt werden und bieten dadurch die Möglichkeit, die Kapazitäten an die Nachfrage anzupassen. Auch aus ökonomischer Sicht bietet der elektrische Betrieb Vorteile, da der elektrische Antrieb leistungsstärker ist, ein besseres Beschleunigungs- und Verzögerungsverhalten aufweist und damit gewisse Fahrzeitgewinne auch ohne Anhebung der Streckengeschwindigkeit ermöglicht. Mit der Umstellung der Traktion ergeben sich zudem ökologische Vorteile und eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten.
Ein sehr wichtiger Aspekt ist zudem die Durchbindung von Zügen auf vorhandenen Strecken. So sollen zum Beispiel die Züge aus dem Höllental bis nach Breisach durchgehend verkehren. Ein Umstieg am Freiburger Hauptbahnhof entfällt somit zukünftig. Außerdem werden die Züge in Gottenheim und Titisee gekuppelt und geflügelt. Bei diesem Vorgang wird eine langer Zug im Bahnhof geteilt. Die beiden kurzen Zugteile fahren anschließend in zwei Richtungen weiter (geflügelt) oder die beiden kurzen Zugteile kommen aus zwei Richtungen und werden im Bahnhof wieder zu einem langen Zug vereint und fahren anschließend weiter (gekuppelt). 
Die folgende Abbildung zeigt diesen Vorgang:


Dadurch wird die Zahl der Umsteigevorgänge auf einer Fahrt reduziert bzw. es entstehen ganz neue umsteigefreie Verbindungen. So können Fahrgäste aus dem östlichen und nördlichen Kaiserstuhl künftig umsteigefrei den Freiburger Hauptbahnhof, das Höllental und Donaueschingen erreichen. Auch für Nutzer innerhalb Freiburgs verbessert sich die Situation, da etwa die Messe und die Technische Fakultät auch aus den östlichen Stadtteilen schnell und direkt erreicht werden können.

Als Beispiel für die Ausweitung des Zugangebots sei das obere Elztal genannt. Hier wird es in der Hauptverkehrszeit möglich sein, alle 30 Minuten mit dem Zug nach Elzach zu fahren, was ohne die geplanten Maßnahmen nur teilweise, d.h. maximal bis Bleibach möglich wäre. Oder das  hintere Münstertal, das seit dem Ausbau der  Münstertalbahn mindestens stündlich an Freiburg angebunden ist, Staufen halbstündlich. Angestrebt wird auch eine Ausdehnung der Betriebszeiten auf allen Bahnstrecken.

Zur Verbesserung der Zugänglichkeit und des Reisendenkomforts werden an den Nebenstrecken alle Bahnsteige, die in den vergangenen Jahren noch nicht ausgebaut wurden, barrierefrei ausgebaut. In Verknüpfung mit den neuen, barrierefrei zugänglichen, Fahrzeugen wird so die Nutzung des regionalen Nahverkehrs für mobilitätseingeschränkte Personen, Personen mit Gepäck, Kinderwagen, Fahrrädern etc. deutlich erleichtert.

zuletzt geändert am: Freitag, 31. Juli 2015 10:22
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